Frag Mutti!

Der Triple-Tipp der Woche hilft gegen Hitzestau, Zeckenbiss und sommerbedingten Appetitmangel

Wie damals im Jahrhundertsommer

2003, da war es schon einmal so heiß wie heute. Damals kletterte das Thermometer allerdings auf sagenhafte 47,5°C. So schlimm ist es heuer noch nicht. Aber den Feldern geht es nicht gut. Sie sind so trocken wie zuletzt 1961, wie die FAZ letzte Woche gemeldet hat. Lange Rede, kurzer Sinn: Auch in diesem Jahr sind Rettungsdecken als Hitzeschutz zu empfehlen. Du bekommst sie für kleines Geld in Apotheken. Klebe sie mit der silbernen Seite von außen gegen deine nach Süden gelegenen Fenster und halte so die Sonne fern. Das kühlt in etwa um 5°C. Falls du weitere Links mit brauchbaren Tipps suchst, klicke hier oder hier. Übrigens: 2003 waren Rettungsdecken in manchen Gegenden ausverkauft!

Rettungsdecken strahlen Hitze ab – und zwar die silberne Seite. Klebe sie VON AUSSEN gegen deine Südfenster

Rettungsdecken strahlen Hitze ab – und zwar die silberne Seite. Klebe sie VON AUSSEN gegen deine Südfenster

Pflanzliche Ergänzung zur Borreliose-Therapie

Diesen Tipp verdanke ich Harro Tiede, der auf Gut Wulfsdorf bei Hamburg eine wunderbare Gärtnerei betreibt. WICHTIG: Er ist nur als Ergänzung zu einer Antibiotika-Therapie zu verstehen. Wurde man von einer Zecke gebissen und zeigt sich ein roter, nach aussen wandernder Ring um die Bissstelle, muss sofort mit Antibiotika therapiert werden! Begleitend kann aber Karde oder Zierdiestel dank ihrer reichlich enthaltenen Bitterstoffe unterstützen. Zu diesem Zweck isst man mehrmals am Tag ein kleines Stück eines frischen Blattes. Dabei vorsichtig sein: die Blätter sind von unten mit einer Art Stacheln beweht. Und sie sind sehr, sehr bitter. Man findet die wunderschöne Pflanze nicht selten ausgewildert. Früher hat man die dornigen Blätter benutzt, um damit Wolle zu kämmen.

Die Karde (Dipsacus fullonum) oder Zierdistel  ist sehr, sehr bitter – und soll die Borreliose-Antibiotika-Therapie unterstützen

Die Karde (Dipsacus fullonum) oder Zierdistel ist sehr, sehr bitter – und soll die Borreliose-Antibiotika-Therapie unterstützen

Persisches Rezept gegen Hitze

Aufmerksame Beobachter dieses Blogs werden bemerkt haben, dass ich ein großer Fan von Nahid Salashoor bin. Nahid ist Rezeptentwicklerin der Manufaktur Elbe-Orient-Gourmet und eine fantastische Köchin. Vor gefühlten drei Wochen haben wir eine Foto-Session in ihrem Garten mit erfrischenden persischen Sommerdrinks und -süppchen gemacht. Die kalte Joghurtsuppe mit Gurken und Minze ist der perfekte Genuss für heiße Temperaturen. Als Suppe isst man sie mit Walnüssen und Brot. Als Drink lässt man einfach beides weg und aromatisiert ein bisschen mehr mit Zitrone. Das Rezept für die Suppe findest du auf Nahids Blog Brot und Liebe – voilà!

Kein Appetit bei dieser Hitze?  Diese geniale kalte Joghurtsuppe geht garantiert - soooo erfrischend

Kein Appetit bei dieser Hitze? Diese geniale kalte Joghurtsuppe geht garantiert – soooo erfrischend


Ein eisgekühlter Sommerdrink mit Joghurt, Gurken und Minze - siehe Nahids Grundrezept; einfach Brot und Walnüsse weglassen

Ein eisgekühlter Sommerdrink mit Joghurt, Gurken und Minze – siehe Nahids Grundrezept; einfach Brot und Walnüsse weglassen

Und hier die Links:

FAZ-Meldung: Felder so trocken wie vor 50 Jahren

SPON: Wie war das noch mal mit dem Jahrhundertsommer?

Die Karde bei Wikipedia

Joe Vogel kann der Karde übrigens SO ÜBERHAUPT NICHTS abgewinnen, das möchte ich euch nicht vorenthalten

Veröffentlicht am 03.07.2015

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