Erfrischung!

Die Hitze, die Wespen, die Mitmenschen = Stress. Diese zwei Sommerdrinks kühlen dein erhitztes Gemüt

Zwei Bitters, zwei Sommerdrinks - dazu Eis, Zitrone, Ursüsse oder Kokosblütenzucker

Zwei Bitters, zwei Sommerdrinks – dazu Eis, Zitrone, Ursüsse oder Kokosblütenzucker

Lob der Bitterkeit

Wie schon in diesem Post beschrieben, können Wut und Gereiztheit der emotionale Ausdruck einer gestressten Leber sein. Bitterstoffe helfen, das von hitzebedingter Schlaflosigkeit und Sorgen geplagte Organ zu erfrischen. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Geschmack bitter dem Yin-Element zugeordnet – wer mehr wissen will, findet hier viel Interessantes. Das Bittere kühlt Hitze und trocknet Feuchtigkeit. Es regt die Leber an, Gallensaft zu produzieren, welcher bekanntermaßen die Fettverdauung ankurbelt. Wer unter chronischen Leberproblemen – mehr als nur einer temporären Gereiztheit – leidet, entlastet mit Artischocken-Urtinktur (stellt das Gleichgewicht zwischen Ausschweifung und Selbstbeschränkung wieder her) oder Absinthium-Urtinktur (tonisiert einen schwer erschöpften Organismus), beides von Ceres. Für alle anderen sind die beiden folgenden, Leber und Gemüt zuträglichen Durstlöscher gedacht – Achtung: both with a grain of alcohol.

Der Jerry Thomas-Sprizzer

Vor allem im englischsprachigen Raum hat sich, ähnlich wie beim Craft-Bier, inzwischen eine nerdige Bitters-Szene entwickelt (guckst du hier). Mit seinen Coca-Cola-Aromen eignet sich insbesondere der Jerry Thomas Bitters von Bitter Truth für einen erfrischenden Sommerdrink. Die Rezeptur ist eine Hommage an Professor Jerry Thomas (1830-1895), welcher das erste Cocktail-Buch der Welt schrieb und als Bartender in New York und St. Louis wirkte. Und so mixt man sich den Sommerdrink:

  • gute Handvoll Eis in ein Glas geben
  • Saft einer halben Zitrone darüber
  • darauf einen Teelöffel Ursüsse (wahlweise Kokosblüten- oder Palmzucker)
  • zwei Spritzer Jerry Thomas Bitters
  • mit eiskaltem Wasser auffüllen

Achtung:  die 30 % vol. tütern in Verbindung mit dem Zucker leicht an. Nur, dass das nicht unerwähnt geblieben ist. Du bist gewarnt.

Grapefruit Splash, richtig bitter

Grapefruit, schon von Haus aus bitter, wurde bei dieser Bitters-Variante, noch mal mit einer Dosis Hopfen potenziert. Die Hersteller behaupten, sie sei die beste Freundin von Gin, Wodka, Tequila und weißem Rum. Wir aber wollen nichts Sündiges, sondern einen perfekten Durstlöscher in Tagen der Bullenhitze. Oft reicht es schon, eine Flasche klares kaltes Wasser mit einem Spritzer Grapefruit-Bitters zu aromatisieren. Ein Quentchen aufwendiger ist dieser Mix:

  • gute Handvoll Eis in ein Glas geben
  • Saft einer halben Zitrone (wahlweise Orange oder pürierte Wassermelone)
  • süssen mit einem Teelöffel Sweetness deiner Wahl (muss aber nicht)
  • zwei Spritzer Grapefruit Bitters
  • mit eiskaltem Wasser auffüllen

Veröffentlicht am 16.08.2015

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