Knallfarbe aufs Brot

In der Playlist »saisonal« und »regional« steht Kürbis jetzt ganz oben – vor allem bei faulen Köchen

Zink, Folsäure, Eisen

Unverzichtbarer Begleiter für herzhaften Kürbis-Brotaufstrich: Knoblauch

Unverzichtbarer Begleiter für herzhaften Kürbis-Brotaufstrich: Knoblauch

Laut »Energie für alle Zellen“ von Christian Wilhelm Echter enthält Kürbis jede Menge Mineralien – Zink, Eisen, Magnesium, Phosphor. Das schöne Orange stammt von dem gesundheitsfördernden Pflanzenfarbstoffen Carotin. Darüber hinaus bietet der Rundling die B-Vitamine 1, 2, 6, Niacin (Vitamin B 3) und Folsäure (Vitamin B 9). Pimpt man das Gemüse mit Nüssen – was man schon deshalb machen sollte, um das fettlösliche Carotin besser verwerten zu können – erhält man ein ausgesprochen gesundes Gericht.

Der Einfachheit halber

Weil er mich trotz allem schnell langweilt, versuche ich möglichst viele Varianten aus einem Kürbis zu zaubern. Dazu schneide ich einen ganzen Kürbis in mundgerechte Stücke und backe sie im Ofen bei 200 °Grad cirka 20 Minuten. Bitte spart euch die Mühe, die Kerne liebevoll von ihren Schutzhüllen zu befreien, um an sie heranzukommen. Ich habe es einmal gemacht und bin fast wahnsinnig geworden. Lieber mit allem schleimigen Drumherum ein paar Tage unberührt an der Luft trocknen lassen und im nächsten Frühjahr als Samen verwenden.

Blitzschneller veganer Brotaufstrich

Für einen rasant zu machenden veganen Brotaufstrich benötigt man:

  • gebackenen Kürbis (cirka 400 g)
  • 2 El Cashewnußmus
  • eine halbe Knoblauchzehe
  • einen halben Tl Kreuzkümmel
  • Salz, Pfeffer
  • eine Prise Muskat

Einfach alles pürieren, fertig. Wenn das Ganze zu fest zum Pürieren ist, mit etwas Wasser nachhelfen und bei Bedarf nachwürzen.

Was tut Kürbis Gutes?

Ob es wirklich stimmt, lässt sich schwer beurteilen. Aber schon der Glaube bewirkt bekanntlich Gutes (Placeboeffekt). Ich möchte euch deshalb nicht vorenthalten, welche Heilwirkungen der Ernährungsexperte Echter dem Kürbis zuschreibt:

    • regt Nieren- und Blasentätigkeit an
    • schwemmt Ödeme bei Herz-, Nieren- und Leberleiden aus
    • positive Wirkung im Dünn- und Dickdarmbereich

Für die 2001 verstorbene Makrobiotin Aveline Kushi war Kürbis ein befriedigendes, stärkendes und beruhigendes Herbstgemüse. Ohnehin: Bei Makrobioten steht das Gemüse hoch im Kurs, weil es das Süssverlangen stillt. Dem kann ich mich nur anschließen: Gebackener Kürbis mit Mandelmus, reichlich Zitronenschalen-Zesten und ein paar Tropfen Zitronensaft ist ein herrlich zuckerfreier süsser Nachtisch. Ganz köstlich, probiert’s aus!

Und hier die Links:

Aveline Kushi war maßgeblich daran beteiligt, die Markobiotik in den 70er Jahren populär zu machen.

Alicia Silverstone könnte man als Vertreterin der Neo-Makrobiotik bezeichnen – mit ihrem Bestseller »Meine Rezepte für eine bessere Welt»

Christian Wilhelm Echter ist Original-Old-School, aber ich habe sein Buch »Energie für alle Zellen – Das Vitalprogramm für Körper, Geist und Seele» über die Jahre sehr lieb gewonnen – siehe auch Echters Gesundheitsinstitut

Veröffentlicht am 11.09.2014

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