Gib dem Schnupfen keine Chance

Diesen Tipp verdanke ich Hans Gerlach, der das Alphabet der feinen Küche geschrieben hat. Die Geheimwaffe funktioniert: Bakterien und Viren hassen das Zeug

Frischer geriebener Meerrettich mit Honig vermisch ist ein prima Hausmittel gegen Husten, Schnupfen, Heisterkeit.

Frischer geriebener Meerrettich mit Honig vermisch ist ein prima Hausmittel gegen Husten, Schnupfen, Heisterkeit.

Wirkt gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Täglich ein Teelöffel frisch geriebener Meerrettich mit Honig hilft super gegen Erkältungen. Der Grund: In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird Meerrettich dem Metall-Element zugeordnet. Das Bild kann man sich gut merken: Metall ist scharf, seine Farbe ist weiß. Metall hat einen Bezug zum Immunsystem. Und zwar zu den Organen, die eine Barriere gegenüber Bakterien, Viren und Pilzen bilden. Das sind vor allem die Haut, die Lunge und der Dickdarm. Weil die traditionelle chinesische Medizin Lebensmittel zugleich als Heilmittel begreift, werden weiße, scharfe Gemüsesorten wie Radieschen oder Rettich dem Metall-Element zugeordnet. Sie unterstützen den Körper hervorragend bei der Abwehr gegen unerwünschte Eindringlinge.

Ein natürliches Antibiotikum

Der hohe Vitamin-C-Gehalt, aber vor allem die vielen schwefelhaltigen Senföle machen Meerrettich zum natürlichen Killer von Schnupfenviren. Die Senföle werden bereits in Zwölffingerdarm in den Körper geschleust und beeinträchtigen im Gegensatz zu verschreibungspflichtigen Antiobiotika die Darmflora nicht. In fränkischen Meerrettichfabriken, so schreibt Sternekoch Gerlach, gäbe es im Winter keinen Krankenstand. Frischer Meerrettich kommt kurz vor Weihnachten auf den Markt. Schälen Sie nur die Menge, die sie reiben wollen und bewahren sie die sandige Wurzel in ein feuchtes Tuch gewickelt im Kühlschrank auf. Ich fülle ein kleines Glas Honig (250 g) zur Hälfte mit Honig und zur Hälfte mit frisch geriebenem Meerrettich, vermenge beides gut und bewahre das Glas im Kühlschrank auf. Ergibt in etwa eine Wochenration. ACHTUNG: Die Honig-Meerretich-Mischung ist so scharf, sie treibt einem die Tränen in die Augen. Abhilfe schafft etwas Joghurt, Creme fraiche oder Schmand.

Und hier der Link:

Hans Gerlach, Alphabet der feinen Küche, Wissenswertes für Genießer, 2009, Goldmann Verlag, E-Book 7,99 €

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